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Notizblatt

Notizblatt Idyllisches Im Lied wohnt heilige Vertraulichkeit — Weh’ dem, der’s tempelschändend je entweiht! Jetzt hab’ ich’s satt. Wohl war ich auch dabei, Doch aus dem Halse hängt mir das Geschrei. Nicht daß der Seele frische Gluth verbrannt, Nein, nein, der Zukunft weih’ ich Herz und Hand. Indeß genirt sich meiner Seele Fülle Vor dem genossenschaftlichen Gebrülle, Der ganze Lärm und Größenwahnskandal Ist mir egal. Nur das Bedeutende nahm ich auf’s Korn, Doch das Gemeine drängte sich nach vorn. Die Geistesunzucht, die Euch Sippe schafft, Ward — um Verzeihung — schließlich ekelhaft. Buhlt, werthe Freunde, mit dem Chaos weiter, Des Pegasusses lahme Prosareiter, Ich setze fürder über Stock und Stein Im Lied allein. Dem jüngsten Deutschland wünsch’ ich Gunst und Glück, Ich zieh’ auf Außen-Posten mich zurück. Die Bande macht’s nicht. Hast du Herz und Mark, Geh’ du nur vorwärts! Einsam wirst du stark. Kein And’rer giebt, was dir nicht selbst zu eigen — Drum zieh’ ich’s vor, ein Solo mir zu geigen, Und spiele auf mit Schmeicheln und Gebrumm Dem Publikum. Heut’ preis’ ich …