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Ludwig Aub

Ludwig Aub (geb. 4.August 1862 in München, gest. 1926) war Schriftsteller und Charakterologe und selbst eine höchst widersprüchliche Persönlichkeit. Sein Grossvater Hirsch Aub war von 1828 bis 1871 Rabbiner in München.1 Aub war Mitglied des jüdischen Komittees des 1919 gegründeten Daniel-Bunds. Antisemtische Schriften Merwürdig ist, dass Aub unter dem Namen Alexander Berg ab 1891 drei antisemtische Schriften veröffentlichte: 1891 Judenthum und Sozialdemocratie , 1892 Juden-Bordelle2 und 1893 die Schrift Judenhyänen vor dem Strafgericht zu Lemberg. Aub hat diese Zuschreibung nie als falsch bezeichnet, weshalb die Urheberschaft der Schriften den Tatsachen zu entsprechen scheint. Veröffentlichungen Judenthum und Sozialdemocratie. Ein Beitrag zur Beförderung der Einsicht in die sozialistisch-jüdische Koalitionserscheinung unserer Zeit, Berlin 1891. Digitalisat Juden-Bordelle. Enthüllungen aus dunklen Häusern, Berlin 1892. Digitalisat Judenhyänen vor dem Strafgericht zu Lemberg. Ein bestätigender Nachtrag zu seiner Schrift “Judenbordelle”, 1893. Literatur M. J. Gutmann, “Ludwig Aub”, in: Das Jüdisches Echo, 8. Jahrg., 8. April 1921, Nr. 14, S. 176-177. Online Alexandra Nagel, “For Ludwig Aub, clairvoyant, graphology was one of the means to get access to the character of those seeking …

Daniel-Bund

Der Daniel-Bund (auch Chewrath-Daniel) wurde 1919 in München als Gesellschaft für ethische Erneuerung gegründet. Kassier war Sigbert Feuchtwanger. Präsident war der Arzt Felix A. Theilhaber. Am 24. November 1919 konstituierte sich in Berlin eine Zweiggruppe. Zu ihren Mitgliedern gehörte der Architekt Alexander Levy. Der Bund propagierte etwa die Förderung der Obstzucht und der reinen Fruchtnahrung bei der jüdischen Besiedlung Palästinas. “Aufruf zur Gründung jüdischer Kleingärten”, in: Das Jüdische Echo, 6. Jahrg., 19. September 1919, Nr. 38, S. 452. Online Dem Bund waren zwei Komitees angegliedert, ein jüdisches und ein nichtjüdisches. Jüdisches Komittee Ludwig Aub August Feuchtwanger Siegfried Gelles H. Grunewald Katzenstein Albert Mandelbaum, Wien Max Meyer, Berlin Neuhaus, München Leopold Schwarz Alfred Siebenschein1 Emil Simonson, Halensee Stanislaus Stückgold Nichtjüdisches Komitee Georg Boehncke, Springe bei Hannover Robert Ehlers, München Franz Fischer, Oberau bei Dresden Hans Proelss Hans Schneider, München Karl Willmann, München [[Wilhelm Winsch]], Halensee-Berlin Literatur [Max] Grünfeld, “Daniel-Bund”, in: Dr. Bloch’s Wochenschrift, 36. Jahrg., 21. März 1919, Nr. 12, S. 184. Online “Daniel-Bund, Gesellschaft für ethische Erneuerung des Judentums (e. V.)”, in: Das Jüdische Echo, …