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Esperanto

Der wahrscheinlich erste Hinweis auf Esperanto in der jüdischen Presse erschien Anfang 1888 in den Populär-wissenschaftlichen Monatsblättern zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Konfessionen Ein jüdischer Arzt in Warschau, mit Pseudonym Dr. Esperanto, hat eine von ihm erfundene neue Weltsprache durch eine Brochüre eingeführt, die in den Kreisen der Intelligenz großes Aufsehen erregt. Sie soll vor dem Volapück den Vorzug größerer Leichtigkeit zum Erlernen haben.1 1935 richtete der Reichs- und preussische Erziehungsminister an die Unterrichtsverwaltungen der Länder einen Erlass, in dem verfügt wurde, daß von jeder Förderung eines Unterrichts in Welthilfssprachen wie Esperanto abzusehen sei. Dazu wurde erklärt, dass Esperanto den ostjüdischen Augenarzt Lazarus Ludwig Zamenhof zum Verfasser gehabt habe, und dass sein Esperanto sich insbesondere der Förderung durch den internationalen Marxismus und das Weltjudentum erfreue.2 Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Konfessionen (Frankfurt a. M.), 8. Jahrg., 1. Januar 1888, Nr. 1, S. 21 (Online). [↩]Vgl. Jüdische Rundschau, 40. Jahrg., 14. Juni 1936, Nr. 48, S. 6 (Online). [↩]