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Johannes Brahms

Johannes Brahms Seine Werke loben den Meister, Tiefe Wirkung mißt ihren Wert, Flacher Ruhm, heut schimmert und gleißt er, Doch kein Morgen ist ihm beschert. Nur wer echt war, unsterblich heißt er, Nur der Starke ragt unversehrt Aus den zeitverschlingenden Wogen, Die zum Abgrund den Nichtigen zogen. Ruhig auf der sicheren Barke Fährt der Held der Töne dahin, Lebensglut im männlichen Marke, Lebensklang im menschlichen Sinn. Durch die sonnen- und stürmestarke Harfe saust es am Bug: “Ich bin Ausgespannt den Fluten und Winden, Wahren cantus firmus zu finden”. Aber der festen, wuchtigen Weise Spröder niedersächsischer Art Mild vermählt sich die zitterndleise Selige Lyrik sehnsuchtzart. Ziehender Wolken südliche Reise, Himmlische Bläue, rein offenbart, Leuchtender Schweizersee, winkende Sterne Wiener Wälder, aus ewiger Ferne. Menschheitsziel und Aufstieg zum Schönen Maß sein gedankenvoll mächtiges Haupt. Tod alles Irdischen klagt’ er in Tönen, Aber den Strahl, den Prometheus geraubt, Feiern die Fugen; Entzwein und Versöhnen Kämpfender Kraft, die an Göttliches glaubt, Schreitet durch Dissonanzen die Leiter schwer zu harmonischen Lösungen weiter. Tonwerk des Meisters – ihm müssen wir lauschen. Sei …