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Ernst Würtenberger

Ernst Würtenberger gab Unterricht in der Malschule von Hortensia Stadler im ehemaligen Atelier von Arnold Böcklin in Zürich. In den Kleinen Lebenserinnerungen erinnert sich Fidus an seinen ersten Besuch des Böcklin-Ateliers: Ich suchte dieses Werkhaus auf, und fand darin eine Malschule für Frauen, an der auch einer von Böcklins Schülern Ernst Württenberger [sic!] mitlehrte. Das verträumte Anwesen hatte ein Werkhaus mit 3-4 Räumen, einer im Winkel gegen die 3 andern gebaut. Alles atmete Böcklins Raumgefühl! Würtenberger hatte das Atelier, als er noch als Student der Münchner Kunstakademie zusammen mit seinem Vater Zürich besuchte, wenige Monate, nachdem Böcklin es 1892 verlassen hatte, offensichtlich ganz ähnlich wie Fidus erlebt. In seinen Erinnerungen Das Werden eines Malers schreibt er: Ich betrat den verlassenen Garten; wilde Rosen, Kapuziner und wilder Wein überwucherten die Gartenbeete und -wege und rankten an dem schwärzlichen Schiefer des Ateliers hinauf. Der Springbrunnen, ein von Böcklin modellierter und in einer Kunststeinmasse ausgeführter Froschkopf, war verwittert, und das Wasser, das sonst aus dem Froschmaul in die Höhe spritzen mochte, war versiegt. In den grossen Fenstern des …

Böcklin-Bau

Nachdem er sich entschlossen hatte, vorerst in Zürich zu bleiben, suchte Fidus im Frühling 1904 ein Atelier. In den Kleinen Lebenserinnerungen schreibt er: Ich wollte schon mit einem leerstehenden Laden in einer Vorstadt mich abfinden – da las ich Floerkes Tagebuch über Böcklin. Darin stand, wie Böcklin einst in der nahen Hohenstrasse am Zürichberge ein gartenschönes Werkhaus gebaut hätte, dann aber Zürich erzürnt verlassen habe, da man ihn irrtümlich zu hoch besteuert habe, und wieder nach Florenz gezogen sein. Nun war er dort vor 2 Jahren gestorben. Ich suchte dieses Werkhaus auf, und fand darin eine Malschule für Frauen, an der auch einer von Böcklins Schülern Ernst Württenberger [sic!] mitlehrte. Das verträumte Anwesen hatte ein Werkhaus mit 3-4 Räumen, einer im Winkel gegen die 3 andern gebaut. Alles atmete Böcklins Raumgefühl! Ich fragte, ganz zweifelnd, ob wohl einer der Räume für den Sommer zu mieten sei und – oh Glück: gerade der allein gelegene war über die Sommerferien zu mieten. Nun war mir Zürich erst heimatlich!1 Gustav Floerkes Zehn Jahre mit Böcklin. Aufzeichnungen und Entwürfe, …