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Der 18. März

Der 18. März 1871-1891 Was weißt du von der Kommune, mein Sohn?! Der Einundsiebziger Revolution In Paris, dem riesigen Rattennest, Dem Hungerkessel voll Tod und Pest, Wo aufsprang im Märzensonnenstrahle Die purpurne Internationale. Du weißt von Sedan und Gravelotte, Wo sie geopfert dem alten Gott, Dem Gott der nationalen Revanche, Gloiren- und Mitrailleusenbranche, Mit Bajonetten und blauen Bomben Turmhohe Menschenhekatomben. Wir, Kind, wir haben den Frieden gewollt, Lilien auf rosigem Grund entrollt. Unsern Wehruf ließ man verhallen, In Gottes Namen sie mußten knallen, Knallen von Spichern bis nach Paris Und sich metzeln und morden mit Kugel und Spieß. Und wieder war es am Achtzehnten März, Da war geschwollen der Zorn und der Schmerz, Da war geschwollen der Groll und die Noth, Dumpf dröhnte des Elends Aufgebot. Schuld und Schande, die schrieen nach Sühne – Am Achtzehnten März schlug durch die Kommune. Da hat auf dem Stadthaus salvenumknattert Die rote Fahne im Sturm geflattert. Da wuchsen in schäumenden Pulverschwaden Aus steinernem Boden die Barrikaden, Und um die geretteten Bürgerkanonen Brandet’s von Arbeiterbataillonen. Da schwärmten die Linien …