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Böcklin-Bau

Nachdem er sich entschlossen hatte, vorerst in Zürich zu bleiben, suchte Fidus im Frühling 1904 ein Atelier. In den Kleinen Lebenserinnerungen schreibt er: Ich wollte schon mit einem leerstehenden Laden in einer Vorstadt mich abfinden – da las ich Floerkes Tagebuch über Böcklin. Darin stand, wie Böcklin einst in der nahen Hohenstrasse am Zürichberge ein gartenschönes Werkhaus gebaut hätte, dann aber Zürich erzürnt verlassen habe, da man ihn irrtümlich zu hoch besteuert habe, und wieder nach Florenz gezogen sein. Nun war er dort vor 2 Jahren gestorben. Ich suchte dieses Werkhaus auf, und fand darin eine Malschule für Frauen, an der auch einer von Böcklins Schülern Ernst Württenberger [sic!] mitlehrte. Das verträumte Anwesen hatte ein Werkhaus mit 3-4 Räumen, einer im Winkel gegen die 3 andern gebaut. Alles atmete Böcklins Raumgefühl! Ich fragte, ganz zweifelnd, ob wohl einer der Räume für den Sommer zu mieten sei und – oh Glück: gerade der allein gelegene war über die Sommerferien zu mieten. Nun war mir Zürich erst heimatlich!1 Gustav Floerkes Zehn Jahre mit Böcklin. Aufzeichnungen und Entwürfe, …