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Zukunftsblüthe

Zukunftsblüthe Ich weiß eine purpurne Blüthe, Die auf Wellen der Zukunft sich wiegt, Das ist die reinmenschliche Güte, Die Jammer und Elend besiegt. Aus köstlichen Kelchen flimmern Die Fäden der weltlichen Lust, Die frischen Blätter schimmern Auf silberner Fluthenbrust. Schaummöven der Freiheit schwingen Und kreisen glanzerhellt, Fern in der Tiefe verklingen Die Klagen der sinkenden Welt. Zukunftsblüthe (Komponiert von Adolf Wallnöter.) Ich weiß eine purpurne Blüthe, Die auf Wellen der Zukunft sich wiegt, Das ist die reinmenschliche Güte, Die Jammer und Elend besiegt. Aus köstlichen Kelchen flimmern Die Fäden der weltlichen Lust, Die frischen Blätter schimmern Auf silberner Fluthenbrust. Schaummöwen der Freiheit schwingen Und kreisen glanzerhellt, Fern in der Tiefe verklingen Die Klagen der sinkenden Welt. Zukunftsblüte Ich weiß eine purpurne Blüte, Die auf Wellen der Zukunft sich wiegt, Das ist die reinmenschliche Güte, Die Jammer und Elend besiegt. Aus köstlichen Kelchen flimmern Die Fäden der weltlichen Lust, Die frischen Blätter schimmern Auf silberner Flutenbrust. Schaummöwen der Freiheit schwingen Und kreisen glanzerhellt, Fern in der Tiefe verklingen Die Klagen der sinkenden Welt. Trutznachtigall, Stuttgart 1891, …

Brodlos

Brodlos Ein armes Mädchen bin ich nur, Hab’ Niemand auf der weiten Welt, Der nach mir fragt und der mich liebt, Der meines Lebens Nacht erhellt. In Blüthen schwimmt das reiche Thal, Der Frühling fuhr zum Lande ein — Was soll denn mir der gold’ne Strahl? Mir lacht kein Glück, kein Sonnenschein. Einst glaubt’ ich an des Himmels Huld, Der Glaube ist nun lange todt, Die Blüthe meiner Hoffnung frass Der schwarze Wurm der Hungersnoth. An so viel Thüren klopft’ ich an, Vergebens all’ mein innig Fleh’n Um Arbeit für mein täglich Brot, Und Jeder lässt mich weitergeh’n. Kein Einziger mir mag vertrau’n, Kein Einziger mich mag versteh’n — Und will ja doch con früh bis spät Auf Arbeit, nichts wie Arbeit seh’n! Ich bin geschickt, ich bin gescheidt, Und ehrlich war von je mein Sinn, Du lieber Gott, hab’ ich denn Schuld, Dass ich so bleich und schwächlich bin? Noch tausend leiden gleiche Noth, Die Welt ist für ihr Elend blind. Und Niemand ahnt, wie tief der Groll In ihrem Herzen weiterspinnt. Und Niemand …